
Es ist kein Zufall, dass die Fischdelikatesse Sushi in Japan beheimatet ist – denn Japan ist eine der Wiegen der so genannten Damast Messer: Messer, die aus Damaszener-Stahl gefertigt wurden und über eine außergewöhnlich scharfe Klinge verfügen. Auch der Winkel der Schneide verläuft steiler als bei den europäischen Messern. Sie sind also ideal dazu geeignet, schlüpfrigen rohen Fisch so exakt zu schneiden, dass die kleinen, feinen Sushi-Pakete geschnürt werden können.
Geheimnisvoll schimmernder Damaszener-Stahl
Ein Damast-Messer ist ein Alleskönner. Es wäre eine Schande, es nur für das Herrichten von Fisch zu verwenden. Wer einmal ein Damast-Messer sein eigen nennen darf, wird es nicht wieder hergeben wollen. Die Klinge eines solchen Schneidprofis besteht aus vielen Schichten schmiedeverschweißten Stahls unterschiedlicher Härte, die für ein changierendes Schimmern sorgen und deren faszinierende Optik mit keiner anderen Messerklinge vergleichbar ist. Damast-Messer gleiten aber nicht nur wie von selbst durch Fleisch, Fisch und Gemüse, sondern nutzen sich überdies nur sehr langsam ab und müssen kaum nachgeschärft werden.
Keine Scheu vor scharfen Klingen
Es gibt keinen Grund, die Damast-Messer wegen ihrer Schärfe zu fürchten – im Gegenteil: Viele Unfälle in der Küche entstehen nicht wegen zu scharfen, sondern wegen zu stumpfen Messern, da diese beim Arbeiten schnell abrutschen und dabei tiefe Schnitt- und Schürfwunden verursachen können. Messer aus Damaszener-Stahl liegen zudem schwer in der Hand, was die Sicherheit zusätzlich erhöht. Die Lebensmittel lassen sich wesentlich kraftsparender zubereiten: Tomatenscheiben fransen nicht aus; Fisch kann von Laien ohne Mühen filetiert und von seiner Haut befreit werden. Sauber geschnittenes Fleisch erfreut das Auge und lässt sich geschmacksintensiver braten oder kochen, da die Faserstrukturen nicht zerstört werden. Rohkostgemüse wie Stangensellerie, Möhren und Paprika kann mit Hilfe der Damast Messer rascher als in einer Küchenmaschine zerkleinert und binnen Minuten zu einem gesunden Salat angerichtet werden.
Mai 4th, 2008 at 19:13
Hallo,
danke für den Bericht.
das mit den häufigeren Unfällen bei kleineren und leichteren Messern kann ich nur bestätigen, ich habe mich bisher wirklich auch nur mit kleinen Schneidemessern geschnitten, wohingegen ich mit grossen Japanmessern noch nie Probleme hatte und nie ausgerutscht bin.
Grüsse
Oliver
April 6th, 2009 at 13:50
Hallo,
schöner Bericht.
Ich habe mir auch ein Messer aus Damaszenerstahl für die Küche geleistet.
Gruß Klaus
Dezember 13th, 2009 at 00:20
Hallo, danke für die kurze und informative Zusammenfassung. Was soll ich nun als Koch-Normalverbraucher kaufen: ist ein D-Messer für 50 Eur ok, oder fängt die für mich richtige Klasse ab … Eur an? Woran erkenne ich die Qualität, an der Anzahl der geschmiedeten Lagen, oder an der Härtegrad-Angabe?
Gruß Henry