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Bei den Kochmessergriff-Machern im japanischen Sakei

Gepostet in Allgemein am 08.01.2009

Schon bei meinem Besuch in der japanischen Messerschmiede war ich überrascht, wie wenig sich im Laufe der Zeit an den Produktionsmethoden für Messer geändert hat. Noch mehr verwunderte mich aber der Besuch in einer Werkstatt, die sich auf die Herstellung traditioneller japanischer Steckgriffe spezialisiert hat.

Lassen Sie mich die Szenerie kurz beschreiben. In einem Raum von etwa 20 Quadatmeter arbeiteten 5 Männer an verschiedenen uralten (aber perfekt funktionierenden) Maschinen. Der Chef, Tatsumi Masaru, erklärte uns dann stolz die Entstehung  der Messergriffe. Gekauert sitzen die allesamt älteren Arbeiter vor ihren Maschinen. Mit einer unglaublichen Geschicklichkeit, Routine und Präzision entstehen nach und nach aus unscheinbaren Holzscheiten die typischen Formen.

Etwa 6 Schritte sind nötig bis der Griff fertig ist. Obwohl hier nur ein “einfaches Holzwerkstück” entstand – bin ich total fasziniert. Als wäre ich live bei der Sendung mit der Maus.

Als letzten Schritt wurde die Zwinge mit dem Kochmesser verbunden. Nun weiß ich auch warum sich diese manchmal lockern. Sie werden tatsächlich nur mit Wasser befestigt. Der Griff wird dazu eingetaucht – die Zwinge aufgeschoben – fertig. Das Holz quillt nun etwas auf und ist dann fest mit der Zwinge verbunden. In Japan hält das auch. Bei uns hier in Europa ist die Luftfeuchtigkeit jedoch etwas niedriger. Das Holz trocknet nach und nach aus und die Zwinge lockert sich.

Kleiner Tipp von mir: Um die Zwinge “europatauglich” umzurüsten – einfach mit etwas Holzleim fixieren. Das hält ewig.

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