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Messer Made in Germany – Güde, Wüsthof und Co go´s Japan

Dass der Rasen beim Nachbarn immer grüner erscheint, ist allgemein bekannt. Ein wenig lässt sich diese Binsenweißheit auch auf Küchenmesser übertragen. Verwundert habe ich mir auf meiner Japanreise die Auslagen in den Geschäften angesehen. Obwohl Japan international als Lieferant hervorragender Schneidwaren geschätzt wird, scheinen die Japaner selbst, sehr an Messern Made in Germany interessiert zu sein. Wüsthof, Dick, Güde, Zwilling und Co haben ihren festen Platz in den Sortimenten der Einzelhändler und somit auch in den Messerblöcken der japanischen Verbraucher.

Unser Guide Björn, ein ausgewiesener Japanexperte – er lebt seit vielen Jahren mit seiner Familie in Osaka, bestätigte mir diesen Eindruck. Japaner schätzen deutsche Scheidwaren sehr. Sie gelten als ausgesprochen robust und langlebig. Solingen ist dort ebenso bekannt wie die großen Messerzentren im eigenen Land.

Ein wenig stolz hat mich das schon gemacht. Auch wenn ein japanischer Schmied etwas spöttelnd deutsche Kochmesser als „safty knifes“ bezeichnete. Die Schärfe der Konkurrenz aus Fernwest hatte ihn wohl nicht überzeugt.

So hat eben jeder Standort seine Vorzüge und jede Art Küchenmesser seine Liebhaber. Das ist auch gut so, denn erst die Vielfalt macht das Thema so reizvoll.  Es bleibt zu hoffen das Schmieden wie Güde, Herder (Windmühlenmesser), Dick oder Wüsthof auch weiterhin auf hochqualitative Messer setzten und nicht wie schon so viele andere zuvor die Produktion in Billiglohnländer verlagern.

Euer Matthias

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