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Ein Damastmesser Set richtig pflegen

Gepostet in Kochmesser am 25.02.2010
Hochwertige Damast-Kochmesser aus dem Hause Güde / Balbach

Hochwertige Damast-Kochmesser aus dem Hause Güde / Balbach

Wer das Kochen als Leidenschaft entdeckt hat, wird sich früher oder später auch hochwertige Kochutensilien anschaffen. Besonders im Bereich der Messer sind Hobbyköche sehr kritisch, denn ein Messer ist noch lange kein Messer. Oft fällt die Wahl auf ein hochwertiges Damastmesser und das zu Recht. Doch falsche Pflege kann dem Messer aus Damaststahl schaden und damit verliert es womöglich seinen Wert. Aber was noch schlimmer ist, es ist dann kaum noch besser als ein herkömmliches Messer. Damit Sie lange Freude an Ihrem Damast Messer haben, hier ein paar hilfreiche Tipps… Mehr lesen…

Pflege von Carbonstahlmesser

Immer mehr Premiumhersteller bieten inzwischen wieder Messer aus Karbonstahl an. Diese nicht rostfreien Stähle werden schon seit Jahrhunderten für die Klingenproduktion verwendet. Und noch immer sind Sie den meisten modernen (rostfreien) Hochleistungsstählen in punkto Schärfbarkeit und Schnitthaltigkeit überlegen.

Wenn Sie sich für eine solche Klinge entscheiden, sollten Sie einige wichtige Punkte bei Pflege beachten:

  • Die beste Pflege besteht darin das Messer unmittelbar nach dem Benutzen zu reinigen und gründlich abzutrockenen. Rostflecken können so gar nicht erst entstehen.
  • Benutzen Sie ihr Messer regelmäßig. Sollte es einmal länger außer Dienst gestellt werden (z.B. in der Urlaubszeit), dann ölen Sie es mit etwas Pflanzenöl ein.
  • Trotz aller Pflege wird sich über die Jahre eine Patina ausbilden. Diese sollten Sie als typische Charakteristik einer Carbonstahlkinge einfach akzeptieren. Sie verleiht dem Messer eine archaische und lebendige Optik.
  • Möchten Sie Ihr Messer trotzdem wieder auf Hochglanz polieren, dann gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Die einfachste ist etwas Metallreiniger den man zum Beispiel auch zum aufpolieren von Chromteilen benutzt. Achten Sie aber darauf Ihr Messer nach der Behandlung gründlich zu reinigen. Es gibt auch spezielle Polierpasten. Diese verwendet man zum Beispiel auf Streichriemen. Ihre feinen Schleifteile bringen die Klinge ebenfalls schnell wieder zum glänzen.

Noch eine oft gestellt Frage. Überträgt sich der Geschmack der Klinge auf die Lebensmittel?

Die Antwort ist ja. Man muss jedoch sagen das ein Messer das ständig im Gebrauch ist kaum geschmackliche Spuren hinterlässt. Auch sonst sind die Auswirkungen minimal und im fertigen Gericht eigentlich nicht mehr schmeckbar.

Hier noch einige sehr schöne Messerserien aus Karbohnstahl:

Güde Gussstahl

Güde Gussstahl

Windmühle Serie 1922

Windmühle Serie 1922

Roselli

Roselli

Kamo Shirou (Japan)

Kamo Shirou (Japan)

Geschenktipp: Weihnachtsgeschenke für die Küche

Advent, Advent ein Lichtlein brennt …

Es ist jedes Jahr das Gleiche: Ein Adventstürchen wird nach dem Nächsten geöffnet und es brennen in atemberaubender Geschwindigkeit immer mehr Kerzen auf dem Adventskranz. Spätestens, wenn die dritte Kerze angezündet wird, wird einem klar – Geschenke! Aber woher? Wann? Die wichtigste Frage heißt jedoch meist: WAS? Wenn sich dann langsam die Panik breit macht, scheint es ein Fluch zu sein, dass genau zu Weihnachten scheinbar alle wunschlos glücklich sind. Mehr lesen…

Messer Made in Germany – Güde, Wüsthof und Co go´s Japan

Dass der Rasen beim Nachbarn immer grüner erscheint, ist allgemein bekannt. Ein wenig lässt sich diese Binsenweißheit auch auf Küchenmesser übertragen. Verwundert habe ich mir auf meiner Japanreise die Auslagen in den Geschäften angesehen. Obwohl Japan international als Lieferant hervorragender Schneidwaren geschätzt wird, scheinen die Japaner selbst, sehr an Messern Made in Germany interessiert zu sein. Wüsthof, Dick, Güde, Zwilling und Co haben ihren festen Platz in den Sortimenten der Einzelhändler und somit auch in den Messerblöcken der japanischen Verbraucher. Mehr lesen…

Kochmesser oder Santoku?

Eine häufig gestellte Frage meiner Kunden: Was ist besser – Kochmesser oder Santoku? Die Antwort darauf fällt natürlich sehr individuell aus. Es kommt auf die persönlichen Kochgewohnheiten und Vorlieben an. Ich möchte deshalb eine kleine Gegenüberstellung machen und die individuellen Stärken der Messer herausstellen. So können Sie selbst am besten entscheiden welche Form Ihnen mehr zusagt. Mehr lesen…

Keramikmesser oder Stahlmesser ?

Gepostet in Kochmesser am 11.06.2009
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Eine Frage die recht häufig gestellt wird ist ob man besser ein Keramikmesser oder ein Stahlmesser kaufen soll. Sieht man sich in den einschlägigen Foren um, dann scheint es fast eine Glaubensfrage zu sein. Die einen finden Keramikmesser super, die anderen erkennen klar die Nachteile. Mehr lesen…

Mein Küchenmesser entsteht

Heute ist der große Tag. Unter der Anleitung von Meister Keiichi  soll endlich mein eigenes Küchenmesser entstehen. Die Vorbereitungen sind getroffen. Der Schmied hat einen hervorragenden Dreilagen-Stahl gefertigt und grob in Form gebracht.  Die Griffmacher haben einen klassischen Steckgriff aus Ho-Holz hergestellt. Jetzt gilt es aus dem unscheinbaren Stück Eisen ein glänzendes – superscharfes Küchenmesser zu machen. Das kann nicht so schwer sein, denke ich und mache mich mit meinen Mitstreitern auf den Weg.

Blick in die Werkstadt Mehr lesen…

Roselli Messer: Die Rückkehr der Puukko, Finnenmesser von Heimo Roselli

Als ich das erste Mal ein Messer von Heimo Roselli in der Hand hielt war mir klar, dass ich dieses unbedingt in unserem Sortiment haben möchte. Die robuste und ursprüngliche Klinge, das angenehm in der Hand liegende Maserbirkenholz, der leichte Zundergeruch. Man hatte das Gefühl einen Schatz aus alten Zeiten in den Händen zu halten. Ich musste mehr über das Roselli Messer und seinen Hersteller erfahren und nahm Kontakt mit Meister Roselli aus Finnland auf. Mehr lesen…

Bei den Kochmessergriff-Machern im japanischen Sakei

Gepostet in Allgemein am 08.01.2009

Schon bei meinem Besuch in der japanischen Messerschmiede war ich überrascht, wie wenig sich im Laufe der Zeit an den Produktionsmethoden für Messer geändert hat. Noch mehr verwunderte mich aber der Besuch in einer Werkstatt, die sich auf die Herstellung traditioneller japanischer Steckgriffe spezialisiert hat. Mehr lesen…

Besuch in der Schmiede für japanische Messer

Wenn ich mir früher Bilder und Berichte über die Herstellung japanischer Messer angeschaut habe – war immer auch eine gehörige Portion Skepsis dabei. Das klassische Bild vom Schmied der fast meditativ in einer archaisch anmutenden Werkstadt seinem Tagwerk nachgeht, wollte mir nicht so recht einleuchten. Japan ist ein hochtechnisiertes und modernes Land. Schlagworte wie Lohn-Stückkosten, Rationalisierung, Automatisierung können doch nicht spurlos am Messerhandwerk vorbeigegangen sein. Ich erwartete also ein kleines aber hochmodernes Werk – wo man uns erklärt wie man nach altem Brauch – aber mit modernster Technik Messer schmiedet.

Falsch. Es gibt sie tatsächlich. Schmieden wie die von den Brüdern Ebuchi. Kleinste Werkstädten mitten in der Stadt. Wir betraten einen Raum von vielleicht 30m² – voll mit verschiedenen Federhämmern und natürlich der Esse. Der Meister stand in einem Loch – den Blick auf das glühende Metall gerichtet. Gab hier etwas Luft und da etwas Kohle hinzu. Plötzlich geht alles ganz schnell. Der glühende Stab wird der Esse entnommen und mit gezielten Schlägen unter dem Federhammer bearbeitet. Das aus dem Rohling einmal eines der weltweit besten Küchenmesser entstehen soll, ist jetzt noch kaum vorstellbar.

Fasziniert verfolgen wir die weiteren Schritte des Schmiedeprozesses. Schichten werden übereinander gelegt, verbunden durch Hitze, Kraft und “Magic Powder” (Herr Obuchi wollte nicht verraten was es ist). Obwohl der schwere Federhammer die immer gleichen Schläge auszuführen scheint, streckt sich das Metall plötzlich. Es wird länger und länger und nach einigen weiteren Bearbeitungsschritten zeichnet sich wirklich die Form eines Messers ab. Ein Sashimi in diesem Fall. Gebannt schauen wir dem Meister zu. Geduldig beantwortet er unsere Fragen.

Erst jetzt lasse ich den Blick durch die Werkstadt schweifen. Jeder deutsche Arbeitsschutzbeauftragte würde sofort in eine Schockstarre fallen. Jeder Quadratzentimeter ist genutzt. Überall Werkzeuge, Material, Dinge die sich im Laufe das Jahrzehnte ansammeln und nie weggeräumt wurden (wohin auch). Es sieht aus wie einer anderen Zeit entsprungen. Und tatsächlich. Auf Nachfrage erklärt uns der Meister, dass die letzte Änderung die Einführung der Federhämmer vor 60 Jahren war.

Meister Obuchi –san schmiedet ausschließlich die Klingenrohlinge. Die weiteren Arbeitsschritte werden in anderen Werkstätten – von anderen Spezialisten durchgeführt. Ihre Arbeit ist nicht weniger schwierig und anspruchsvoll. Dazu aber später mehr. Über den Absatz braucht er sich im Übrigen keine Gedanken zu machen. In Japan schätzt man diese Messer ungemein und ist bereit fast jeden Preis dafür zu bezahlen.

Matthias Wimmer